
aktualisiert per 29.03.2025
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Bauphysikalische Aspekte werden leider jeweils kaum beachtet!
Atelier-Dienstleistung: Martin Halter, gelernter Glasmaler /Kunstglaser LAP EFZ und Glasmaler-Restaurator IER, ist seit mehr als 50 Jahren aktiv an vorderster Front. Insbesondere auch dann, wenn er sich als Experte einbringt, um über die Bedingungen für eine Nachrüstung von Aussenschutzverglasungen zu befinden.
Gerade die bauphysikalischen Aspekte werden auf gravierende Weise ignoriert. Viele Beschlüsse basieren auf Annahmen, welche sich in der Realität niemals bewahrheiten. Im Gegenteil, bereits nach kurzer Zeit müssen oftmals kostspielige Nachsanierungen für überarbeitete Kirchenfenster angeordnet werden. Nur weil die erstmals anstehenden Probleme nicht ganzheitlich thematisiert wurden. Kontakt
aktualisiert per 23.02.2025
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Glasmaler-Blog über Aktivitäten im Atelier Martin Halter Bern
direkten Kontakt weitere Informationen: Martin Halter in Bern Haupt-Webseite Atelier für Glasmalkunst Bern
Die bauphysikalischen Probleme bei Kirchenfenstern, in Zusammenhang mit nachträglich angebrachten Schutzverglasungen oder aus energieökonomischen Begründungen, lassen sich insbesondere überall dort feststellen, wo eine Hinterbelüftung im Zwischenfang fehlt (zwischen inneren eingebauten Glasmalereien oder Bleiverglasungen und den ausseitig eingebauten VSG-Verglasungen). Einerseits nehmen die Steinfenster-Laibungen kontinuierlich – einmal mehr /einmal weniger – Feuchtigkeit auf und solche wird dadurch unkontrolliert nach und nach in die Zwischenräume der äusseren Floatverglasung und den innenseitig eingebauten Glasmalereien od. Bleivergl. getrieben. Diese fördert sich bildendes Kondenswasser, welches sich je nach Saison unterschiedlich stark auf der Substanz festsetzt. Lange unbemerkt korrodieren die Glasflächen und die Bleiprofile. Die Substanz wird bisweilen stark in Mitleidenschaft gezogen. - Auf welche vorbeugenden Massnahmen muss Rücksicht genommen werden??? Kontakt mit Martin Halter, Glasmaler-Restaurator IER, gibt Auskunsft und berät Sie objektorientiert.
Probleme sind bei diesem System früher oder später zu erwarten
Die Behauptung, jede Bleiverglasung könne im Zwischenfang einer IV-Verglasung eingebaut werden, kann eigentlich nur als halbe Tatsache gelten. Denn im Detail gibt es gleich mehrere Eigenschaften, welche bei dieser Thematik gerne ausgeblendet werden. In Realität wird der Ausdehnungskoeffizient zwischen einer Floatglas-Fläche und einer Bleiverglasung nicht wissentlich berücksichtigt. Eine Bleiverglasung ist weder statisch noch starr und reagiert auf die Erhitzung im Zwischenfang, durch die Einstrahlung Sonne anders, als eine ganzheitlich Float-Glasfläche. Je nach Zustand und Verarbeitungstechnik einer bestehenden Bleiverglasung, sich kann diese dadurch in der Dimension ausdehnen. Dies erzeugt einen unkontrollierbaren Druck auf das verwendete Dichtungsmaterial am Randabschluss. Man muss örtlich – lange unbemerkt - mit kleinen Rissbildungen rechnen. - Wenn es in Herbst und Winter draußen kälter wird, bilden sich auf dem Fensterrahmen oft kleine Wassertropfen. Solche Kondensat-Ansammlungen können gegebenenfalls durch die Rissbildungen beim Dichtungsmaterial in den Zwischenfang gelangen. Daher werden die Fenster auch innenseitig beschlagen, trotzdem dass bei der vormaligen Fenstersanierung, dieser Zwischenraum mit hochwertigem Edelgas (Argon) aufgefüllt wurde. Das Ganze entwickelt sich weiter, nach und nach füllt sich dieser Zwischenraum der beiden Floatgläser bis zu einem stehenden Wasserpegel. Diese verbleibende Wasseransammlung verursacht Schäden an der mittig eingebauten Bleiverglasung (Bleiprofile oxidieren, es entstehen irreversible Kalkablagerung auf den innenseitigen Glasflächen und der Fensterholzrahmen wird ebenso nach und nach in Mitleidenschaft gezogen).
Weitere Nachteile dieses Montage-Systems: ist aus ästhetischer Sicht zu beanstanden; durch die vorgesetzte Floatglas-Fläche (Innenansicht), wird bei der Durchsicht die charakteristische Eigenschaft der Bleiverglasung oder Glasmalerei störend verfremdet (Spiegelungseffekte). Bei Reparaturen ist die Service-Freundlichkeit infrage zu stellen (Verhältnismässigkeit betr. Aufwand), ebenso ein Nachbessern zum Schliessen anstehender Rissbildungen bei den Silikon-/Acryl-Dichtungen.
Fazit: die Montage einer Bleiverglasung oder Glasmalerei (auf die gesamte Licht-Dimension) bei einem Fenster, sollte Innenseitig mittels eines mobilen Rahmens (identisches Lichtmass), leicht nach innen rückversetzt projektiert und umgesetzt werden (auch damit eine Hinterbelüftung gewährleistet bliebe, um allf. Kondensat-Ablagerungen verdunsten zu lassen). Die Montage eines Metallrahmens mit eingebauter Bleiverglasung oder Glasmalerei, weist allumfassende Vorteile auch für die Wartung auf (Reinigung, Reparaturen, etc.)
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Die Nachrüstung von isothermisch ausgerichteten Aussenverglasungen bei bestehenden Kirchenfenstern (oder auch beim Einsatz für EFH), bewährt sich sehr gut und schützt die vorhandene od. allenfalls die neu in Auftrag gegebene Glaskreation (Glasgemälde, Bleiverglasung) in allen Belangen optimal.
Bei diesem System wird die Glas-Blei-Substanz von der
Innenseite her hinterbelüftet (zur Verhinderung von anhaltender
Kondenswasser-Ablagerungen und gegen Hitzstau im Zwischenfang). Je nach
den Bedürfnissen, können aussenseitig auch IV-Gläser verwendet und
aktiviert werden. Desweiteren fällt die Service-Freundlichkeit für die
Reinigung oder bei Reparaturen positiv auf.
Wartungsarbeiten sollten in wiederkehrender Folge in Auftrag gegeben werden.
- allgemeine Kontrolle, - Reinigung, - allf. Ausbesserungen an den Kittfälzen, - bei Bedarf Reparaturen ausführen
...auch neue Kirchenfenster - nach thematisch ausgerichteten Wünschen - werden von Martin Halter als Projektentwürfe erarbeitet und nach einer Zustimmung materialgerecht umgesetzt. Grössere Aufträge in Zusammenarbeit mit einem nahestehenden Glasatelier. Weitere Informationen oder für eine sachdienliche Beratung, melden Sie sich direkt bei Martin Halter info@glasmalkunst.ch
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Nachhaltig
konzipierte Glaskunst-Inszenierungen weisen mehrere Vorteile auf - im
Gegensatz einer beliebig inszenierten Darstellung, welche eine materialgerechte Verbindlichkeit bewusst ausgrenzen
Mundgeblasenes, farbiges Antikglas
beinhaltet eine belebende Struktur, welche eine erwünschte Refraktion des
durchscheinenden Lichtes erzeugt. Glasdesign mit Farben im Licht ist deshalb nicht
einer statischen Kunstform zu zuordnen. Das heisst auch, dieses spezielle Glas
reagiert jeweils auf die äusseren Witterungs-Bedingungen, welche den
Lichteinfall durch die farbige Glasfläche mit beeinflussen. Die ursprüngliche
Glasmalerei bedient sich für die formale Gestaltung, unterstützend auch mit dem
Einsatz von Bleiprofil-Ruten. Einerseits können unterschiedlich eingefärbte
Einzel-Glasteile zu einer ganzflächigen Komposition zusammengefügt werden
(später verlötet werden), andererseits übernimmt eine bewusst rhythmische Bleinetzführung,
ein massgebendes und wichtiges Gestaltungsprinzip. Von je her sollte die
Glas-Blei-Einteilung nicht einzig seiner Zweckgebundenheit dienen. Oft wird
dies falsch verstanden. Die bewusst einzusetzende Bleinetzführung soll auch dem
formalen Anspruch nachkommen, um der entsprechenden Komposition ein
rhythmisches Spiel mit den unterschiedlichsten Grössen und Flächen zu
ermöglichen. Insofern kann eine Glas-Blei-Einteilung einen passend integralen
Formenschatz in Bezug auf das bereits bestehende Raumbehältnis aktiv
generieren, um sich als Bestandteil architektonischer Kreation, nachhaltig und
verantwortungsbewusster in Szene bringen zu können. Aktuell werden solche
Gesetzmässigkeiten jahrzehntelanger Erkenntnisse und Erfahrung mit dieser
Kunstform vermehrt ausgegrenzt, um sich vermeintlich in uneingeschränkter
Manier und möglichst beliebig mit dieser Materie auseinandersetzen zu können.
Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, wenn parallel dazu die eigentlich
materialgerechten Aktivitäten in Vergessenheit geraten. Das
heisst konkret, mittels transparenter Silikon-Mischung werden all die
zugeschnittenen, farbigen Einzel-Glasteile auf eine Float-Glasfläche
aufgeklebt. Die geringen Zwischenräume werden bei den einzelnen
Glasteile ebenso auf die Schnittkanten-Höhen aufgefüllt. Bekannt ist,
dass der Ausdehnungskoeffizient der Einzel-Glasteile (je nach
Einfärbung) und je nach Sonneneinstrahlung (Erwärmung), auch
unterschiedlich gegenüber der Gesamt-Float-Glasfläche
nachzuweisen ist. Deshalb sind kleine Rissbildungen bei der
aufgetragenen Silikonmasse zu erwarten, die sich im Laufe der Jahre, wo
diese wiederkehrend einem solchen Prozess jeweils ausgesetzt verbleiben,
vermehren werden. Die Silikon-Substanz selbst, wird sich nach mehreren
Jahren, durch die UV-Einstrahlung vermehrt von gelblich bis hin zu
bräunlich verfärben. Langzeitstudien stehen kaum zur Verfügung und die
Herstellerfirmen von Silikonprodukten können keine schriftlichen
Garantien ausstellen, weil die jeweilige Ausführung und Anwendung durch
Dritte individuell, zuweilen beliebig umgesetzt würde. Eine
Nachhaltigkeit für dieses verarbeitungstechnische Verfahren ist also
nicht zu erwarten. Insbesondere auch im Schadenfall eines Glasbruchs an
der Gesamt-Float-Glasfläche. Mit grossem Aufwand müssten erstmals alle
Einzel-Glasteile von der Gesamt-Glasfläche entfernt und anschliessend
aufwendig von Silikonablagerungen gesäubert werden. Alsdann alle
Glasteile wiederum auf der neuen Float-Glasfläche mit Silikon fixiert
werden.
Derweil sind solche Arbeiten meistens nur ausschliesslich in Verbindung mit einem unverhältnismässig hohen Aufwand und Risiko wieder instand zu stellen. Bisweilen werden solch überdimensionierte Glasflächen aus Kostengründen gar nicht mehr einer Reparatur unterzogen, insbesondere grossflächig ausgerichtete, farbige Glascollagen, welche auf Floatgläsern in unterschiedlichem Klebeverfahren adaptiert wurden. Durch die zunehmende Einflussnahme von UV-Licht, auf bereits unzulänglich umgesetzte Glascollagen, werden sich solche Arbeiten bereits nach einer relativ kurzen Präsenz-Zeit von alleine als darstellende Kunstform im Bau «verabschieden» - mangels verarbeitungstechnischer Materialunverträglichkeit. Weitere Probleme sind ebenso bei örtlichen Wartungsarbeiten (z.B. banale wiederkehrend auszuübende Reinigungsarbeiten, welche bei diesem Werkstoff zur optimalen Visualisierung, jeweils zwingend in regelmässigen Abständen erforderlich bleiben) vorprogrammiert. Unsere Glasmaler-Vorfahren waren eigentlich unserer Zeit - punkto Respektierung einer materialgerechten Verarbeitungstechnik – weit voraus. Weil ebenso die Service-Freundlichkeit (für Reinigung /Reparatur) respektiert und selbstverständlich mit eingeschlossen war /ist. Martin Halter Bern
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VIDEO über die Aktivitäten im Zeitgeist der Gegenwart ART IN MARTIN
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